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Schüler berichten über die Bibelausstellung

In der 8f stehen bei Frau Peters im Deutschunterricht Reportagen auf dem Programm. Was liegt da näher, als über die eigenen Eindrücke von der Bibelausstellung zu berichten?

Die Bibel lebt

„Und die Bibel hat alles überlebt!“ Wir befinden uns in der Bibelausstellung Hohenloh. Gemeinsam mit L. Wartmann, unsere Führerin, begeben wir (die Klasse 8f) uns auf eine Reise in die Vergangenheit und erforschen die Höhle Qumran. Dort wurden 1947 zufällig Tonkrüge entdeckt, in denen sich Pergamentrollen befanden -unter anderem eine Abschrift der Jesaja-Rolle! In den folgenden Jahren wurden weitere uralte Schriftrollen gefunden, die auf 175 v.Chr. datiert sind und wie durch ein Wunder all diese Jahre erhalten blieben. Staunend verlassen wir den Raum, der zu einer Höhle umgestaltet wurde, und gehen weiter.  „Und das ist Constantin von Tischendorf!“ Frau Wartmann zeigt auf ein großes Portrait an der Wand. Dann erzählt sie uns von dem Wunsch dieses Mannes, eine noch ältere Abschrift der Bibel zu finden, als die bereits vorhandene, und von seiner Reise, die er 1844 unternahm. „Schließlich besuchte er das Katharinenkloster in der Halbwüste Sinai und fand die Seiten der Bibel - im Mülleimer!“ Wir staunen über diesen ungewöhnlichen Fund. Dann geht es weiter. Im nächsten Raum entdecken wir eine lebensgroße Schaufensterpuppe in Mönchskutte. Schnell ist uns klar, um wen es hier geht. Mittelalter. Der junge Mönch Martin Luther übersetzt die Bibel aus dem Lateinischen ins Deutsche, damit auch die einfachen Bürger sie lesen und verstehen können. Etwas weiter abseits steht die Gutenberg’sche Druckpresse aus dunkelbraunem Holz. Der erste Auftrag war die neu übersetzte Bibel. „Der Druck dauerte ganze drei Jahre!“, teilt uns ein Mitarbeiter mit. Unvorstellbar! Schließlich dürfen wir selbst einmal das Drucken ausprobieren und am Ende hält jeder stolz seinen selbstgedruckten Psalm 23 in der Hand.            

Im nächsten Teil der Ausstellung entdecken wir Bibeln in vielen verschiedenen Sprachen, dann fahren wir mit dem Finger vorsichtig über die Braille-Zeichen der Blindenbibel und bestaunen durch das Mikroskop die Komplexität der Nano-Bibel. Ein Plakat erinnert uns daran, dass die Bibel Gottes Brief an uns Menschen ist und dass damit auch der Auftrag verbunden ist, der ganzen Welt diese Botschaft zugänglich zu machen. Nachdem wir uns noch ein wenig in der Ausstellung umgesehen haben, begeben wir uns auf den Rückweg - mit einem Plus an Informationen, einer Menge tollen Eindrücken und mit einer ganz besonderen Ausgabe der Bibel-  unserer Detmold-Edition!                    

Alina Töws, Priscilla Koop, Joana Töws (8F)  (1. Platz im Klassenranking)

 

 

,,Von der Keilschrift zur Nanobibel“

Detmold. Es geht los. Eine nette Dame empfängt uns herzlich. Uns erwartet eine Reise, in der wir die Geschichte der Bibel erleben. Vor uns sind längliche Tische, auf denen ordentlich ausgestellte Tafeln, Bücher und andere Schriftstücke Platz genommen haben.

Die Dame erzählt uns unter anderem über die folgenschweren Fehler, die die Verfasser damals gemacht haben, wodurch große Missverständnisse ihren Lauf nahmen. Zum Beispiel kam es dazu, dass einer der Autoren das „nicht“ bei einem Gebot vergessen hatte und deshalb hieß es dann: „Du sollst Ehebrechen“. Wir hören weiter zu. Mit ihrem Zeigestock zeigt Frau Wartmann auf weitere interessante Ausstellungsstücke. „Ich mache das gerne, mir macht das Spaß“, erwähnt sie.

Weiter geht es durch Höhlen, bis hin zu nachgestellten Figuren, wie zum Beispiel Martin Luther. Wir erfahren lauter Dinge über den „Künstler in der Kutte“, wie ihn Lilo Wartmann nennt. Hinter uns steht ein aus Holzgebautes altes Gerät. Was das wohl ist? Wir können uns nichts daraus schließen. „Die Gutenbergpresse“, klärt uns ein Mitarbeiter auf. Hier wird ein Teil der Bibel mit frischer Tinte gedruckt. Ein dumpfes Geräusch. Die Klappe geht zu. Alle Blicke warten gespannt auf das Ergebnis. Noch einmal hochziehen. Fertig. Ein noch feucht bedrucktes Papier kommt zum Vorschein.

Jetzt geht es weiter zu der kleinsten Bibel der Welt, auch genannt „Nanobibel“. Diese kann nur durch ein Mikroskop angesehen werden. Auf nur einem Blatt wird die ganze Bibel dargestellt, sodass kein Wort gelesen werden kann. Als wir die Bibelausstellung verlassen, merken wir, dass wir vieles gelernt haben, was wir noch nicht wussten. Insgesamt ist die Ausstellung, ein tolles Erlebnis gewesen und wir haben noch viel über die Schrift unseres Glaubens erfahren.

 Alexandra Reimer, Annika Stein & Johanna Pritzkau (8F) (2. Platz im Klassenranking)