Tageslosung
So brachten die Israeliten, Männer und Frauen, die ihr Herz dazu trieb, freiwillige Gaben zu allem Werk, das der HERR durch Mose geboten hatte.
2.Mose 35,29
Mai - 2012
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Das Gymnasium

Das Gymnasium als jüngster Zweig unserer Schulen führt zu einer vertieften Allgemeinbildung. Im verkürzten Bildungsgang der Sekundarstufe I umfasst es die Klassen 5 bis 9 und in der Sekundarstufe II die Jahrgänge 10 bis 12 und führt damit zur Allgemeinen Hochschulreife (Abitur). Nach den Jahrgängen 9 und 10 können auch alle anderen Abschlüsse (z.B. Hauptschulabschluss, Fachoberschulreife etc.) erworben werden. Dabei führt der verkürzte Bildungsgang am Gymnasium ab Klasse 7 zu einer erhöhten Wochenstundenzahl, die Unterricht an zwei oder drei Nachmittagen nötig macht.


Wir möchten die Schülerinnen und Schüler zur Ehrfurcht vor Gott erziehen und ihnen bewusst machen, dass jeder Mensch als von Gott gewolltes und geliebtes Wesen mit all seinen Gaben und Befähigungen seinen eigenen und unverwechselbaren Wert besitzt. So sollen die Schülerinnen und Schüler erfahren, dass sich Glauben und Denken nicht widersprechen, sondern verbunden mit entsprechendem Handeln  untrennbar zusammengehören; sie sollen lernen, Verantwortung für sich und andere jetzt und auch später in ihrem familiären, gemeindlichen und betrieblichen Umfeld und auch in der Gesellschaft zu übernehmen; sie sollen angeleitet werden, teamfähig zu arbeiten, sozial zu handeln, fair miteinander zu kommunizieren und eigen-verantwortlich und diszipliniert zu lernen. Um die Persönlichkeit der Schülerinnen und Schüler zur Entfaltung kommen zu lassen, wollen wir das Vertrauen in ihre eigene Leistungsfähigkeit fördern, ohne den Leistungsgedanken absolut zu setzen und von gesellschaftlicher Verantwortung zu trennen.


Klassische Bildungsideale, verbunden mit Disziplin und Ausdauer, werden daher mit sozialem Lernen so-wie einem gezielten medienpädagogischen Ansatz verknüpft. Die Schülerinnen und Schüler sollen sich in den (neuen) Medien auskennen und befähigt werden, kritisch und nutzbringend mit ihnen umzugehen (z.B. ‚Computerfüh-rerschein’…). Um das Erziehungs- und Lernziel der Förderung der Selbständigkeit und Verantwortlichkeit zu erreichen, gehören Phasen des Freien Lernens sowie gründliches Methodentraining (z.B. ‚Lernen lernen’, ‚Benimm- und Verhaltenstraining’…) zum festen Bestand des Unterrichts. Daher dominieren die kommunikations-, handlungs- und produktorientierten didaktischen Ansätze, wobei auch auf die Teilnahme an Schulwettbewerben und die Durchführung kleinerer und auch umfangreicherer  (fächerüber-greifender) Projekte maßgeblich Wert gelegt wird.


In der Sekundarstufe II besteht neben der erfolgreichen Hinführung zum Abitur ein besonderes Ziel darin, die Heranwachsenden anzuleiten, die Grundlagen unserer Gesellschaft, ihr Werden und Verändern wahrzunehmen, zu verstehen, zu hinterfragen und auf der Grundlage eines christlich geprägten Menschenbildes aktiv und verantwortlich mitzugestalten. Dazu dient neben der Einführung in wissenschaftliches Arbeiten als Vorbereitung auf ein Hochschulstudium die Beleuchtung und Bewertung von Methoden und Ergebnissen wissenschaftlicher Forschung aus christlicher Sicht und Ethik (z.B. Gentechnik…).